The Nizkor Project: Remembering the Holocaust (Shoah)

Office of Strategic Services
Hitler Source Book
Rund um Hitler
Billung, 1931 (2 of 2)


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Hitler fuhr von Versammlungslokal zu Versammlungslokal und bat seine dienstverweigernde Truppe, doch wieder den Saalschutz zu uebernehmen. Ein paar Tage darauf erliess Hitler dann im "Voelkischen Beobachter" einen "Befehl", in der er den Satz, der die ihm abgetrotzten Forderungen der S.A. bewilligte, mit dem zaesarischen "ich verfuege" begann. Wo Hitler im persoenlichen ... extaktes Wissen und einen klaren .... [ rest of paragraph unreadable ]....

....[ most of paragraph unreadable ]..... ....ueberhaupt anzuhoeren geneigt sei..... ...Psychologe der Masse er ist, ein so schlechter Psychologe von Einzelmenschen ist er, was bekannterweise bei der Beurteilung ...die Regel ist. Hitler hat schon mehrmals bei der Beurteilung .... und den Charakters von Parteimitgliedern und auch von Nichtparteimitgliedern arg daneben gegriffen.

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Ein Staatsmann bedarf keiner Korrektur durch das Publikum einer Massenversammlung. Unbedingtes Erfordernis eines Staatsmannes aber ist Menschenkenntnis, Urteilsfaehigkeit, Entschlusskraft, die Gabe in realen Fragen der der aktuellen Politik Entscheidungen zu treffen. Ein Staatsmann muss auch einsam sein koennen und das muesste Hitler erst noch lernen.

Das hauptsaechliche Manko im Wesen Hitlers ist seine lueckenhafte geistige Bildung, die sich schwer wird nachholen lassen. Hitler ist vielleicht schon zu alt oder er is zu wenig einsichtsvoll, um noch zu lernen. Belehrungen ist er sehr schwer zugaenglich. Man hat Hitler bereits mit Wilhelm II verglichen. Dieser Vergleich hinkt bedenklich, trotzdem aber sind manche Beruehrungspunkte nicht zu leugnen. Gemeint ist hierbei die Ueberschaetzung ihrer Rednergabe in ihrer politischen Tragweite... wisser Diletantismus, der auf einem Allesbesserwissenwollens und der Fernhaltung von Sachverstaendigen beruht, das ganz und gar impulsive Handeln und das Nichtvertragenkoennen einer Kritik ihrer Handlungen, Sichverlieren in Aeusserlichenkeiten, die Reiselust und diktatorische Urteile in Kunstfragen. Es ist nur zu hoffen, dass Hitler nicht auf die Dauer in die gleiche Selbsttaeuschung verfaellt wie Wilhelm II.


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